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Sturmgeschütz-Abteilung 242



Die Sturmgeschütz-Brigade 242 wurde als Sturmgeschütz-Abteilung 242 im September 1942 im Adolf-Hitler-Lager bei Jüterbog erstmalig aufgestellt und in Dorf Zinna für einen Einsatz in Nordafrika tropenmäßig ausgerüstet. Zum Afrika-Einsatz kam aber nur die 1. Batterie, welche herausgelöst zur selbständigen Sturmgeschütz-Batterie 90 umgebildet worden war.

Die 2. und 3. Batterie und die Stabsbatterie wurden zur Jahreswende 1942/43 auf Winter/Ost umgestellt und Anfang Januar 1943 in Forst Zinna zum Abtransport mit Ziel Stalingrad verladen. Nach längerem Bahntransport kam die Abteilung südlich von Woronesh im Raum Belgorod - Ostrogoshk (nördlich Charkow) zur Unterstützung einer ungarischen Division und der 168. Infanterie-Division zum verlustreichen Einsatz. Reste der Abteilung wurden als Infanterie eingesetzt. Ohne Gerät kehrte die Abteilung, nachdem über 50% der Angehörigen gefallen, vermißt oder verwundet waren, am 21. Februar 1943 nach Dorf Zinna zurück.

In Dorf Zinna wurde die Abteilung mit einer neuen 1. Batterie aufgestellt und im Juni 1943 mit Bahntransport nach Norditalien in den Raum Pisa – Livorno verlegt. Ende Juni 1943 erfolgte die Übersetzung der Abteilung auf dem Luft- bzw. Seeweg in den nördlichen Teil von Sardinien. Im Landmarsch ereichte die Abteilung von Olbia aus den Bereitstellungsraum im Süden Sardiniens südostwärts von Oristano und wurde der 96. leichten Division unterstellt. Bei der Räumung Sardiniens von deutschen Truppen Anfang September 1943 bildete die Abteilung im Landmarsch die Nachhut und wurde von Sardinien mit Fähren nach Bonifacio an der Südspitze Korsikas übergesetzt und erreichte im Landmarsch den Nordteil von Korsika. Dort kam die 2. Batterie in den letzten Tagen des September 1943 im Raum Bastia in schwierigen, bergigen Gelände in verlustreiche Kämpfe mit Truppen des französischen Generals De Gaulle. Anfang Oktober 1943 wurden die Geschütze und Fahrzeuge von der Marine auf das italienische Festland übergesetzt. Beim Überflug der Geschützbesatzungen fanden vor allem Angehörige der 3. Batterie durch Abschuß der Maschinen den Tod.

Im Raum südlich von Albano bezog die Abteilung zur Abwehr einer bei Nettuno erwarteten alliierten Landung Bereitstellung. Nach Verlegung in den Raum Gaeta, Formia, Minturon kam die Abteilung, die seit dem 14. Februar 1944 in Sturmgeschütz-Brigade 242 umbenannt war, von Januar bis Anfang Mai 1944 im Raum Cassino zum Einsatz und war mit Geschützen der 2. Batterie innerhalb der Stadt Cassino erfolgreich wirksam. Nach den Kämpfen im Raum Cassino sammelte sich die Brigade im Raum Perugia – Arezzo und war von Ende Juni bis Anfang Juli 1944 vorübergehend mit Teilen im Tibertal bei Umbertide bei der 114. Jägerdivision im Einsatz. Mitte Juli 1944 wurde die Einheit nach schwierigen Marsch über den Apennin in den Adria-Raum nördlich der Linie Ancona – Jesi verlegt und unterstützte dort die 278. Infanterie-Division und danach die 1. Fallschirmjäger-Division bei den Rückzugskämpfen bis in den Raum Rimini.

Nach einer längeren Ruhezeit im Raum Imola während des Novembers und Dezembers 1944 war zu Beginn des Jahres 1945 die Brigade bei den Abwehrkämpfen nördlich der Linie Ravenna – Luga und in der Po-Ebene im Einsatz. Bei den weiteren Rückzugsbewegungen im Frühjahr 1945 konnten zahlreiche Geschütze mangels Möglichkeiten nicht über den Fluß Po übergesetzt werden. Beim weiteren Rückzug gerieten größere Teile der Brigade nördlich des Po in Gefangenschaft. Die Reste der Brigade sammelten sich in Südtirol und gingen Anfang Mai 1945 im Pustertal bei St. Lorenzo in amerikanische Gefangenschaft. Ab 3. Mai 1945 bestand mit Einstellung der Kampfhandlungen die Sturmgeschütz-Brigade 242 nicht mehr.


(Bericht Günter Möbus, ehem. Funker und Ladekanonier bei der 2 / 242)


Dieses Wappen wurde in der Anfangszeit bis zum Russlandeinsatz von der Sturmgeschütz-Abteilung 242 verwendet. Der anschließende Italieneinsatz erfolgte schon unter dem oben gezeigten zweiten Wappen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

  • StGBrig_242_Dorf Zinna 1943
Das Foto zeigt die 2. Batterie im Jahre 1943 in Forst Zinna.
Foto: Kizler
  • StGBrig_242_Der 1. Zug am 20.VI.1943
Und hier der 1. Zug am 20. Juni 1943 an seinen Fahrzeugen, kurz vor der Verladung nach Italien.
  • StGBrig_242_Lt. Schadel beim Spritzen_1943_FZ
Die Fahrzeuge bekommen die Tropenfarbe für den bevorstehenden Südeinsatz, hier Lt. Schadel beim Spritzen.
  • StGBrig_242_Verladen_20.6.43
Am am 20. Juni 1943 wurde die Brigade in Jüterbog II nach Italien verladen. Das Foto wurde am selben Tag aufgenommen und zeigt beladene Waggons in Jüterbog. Es dürfte sich um eine andere Einheit handeln, die zeitgleich verladen wurde.
  • StGBrig_242_Sherman-Wanne als Bergepanzer

Ein durch Angehörige der 2. Batterie in Cassino erbeuteter Sherman-Panzer, der als Bergefahrzeug genutzt wurde.
Foto: Pohl
Vergleiche hierzu auch den Bericht in der Barbara-Meldung Nr. 5.

  • StGBrig_242_Soldatenfriedhof_Cassino_1990
Der Soldatenfriedhof in Cassino im Jahre 1990.